Der Pakt der Wölfe

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Genre Komödie
Blutmenge unnötig viel
Kameraführung verwirrend direkt
Inhalt Helden, Schurken, unschuldige, schuldige, Sexszenen, Kampfszenen, Überaschungen, Blutlachen, Tote, Regen, Schlamm, Tiere, Pferde, Herzschmerz, Happy-End

Mitwirkende

Geschichte

Vor nicht allzu langer Zeit begab es sich, dass sich die Wölfe von Menschen bedroht fühlten. Deshalb beschlossen sie einen Pakt zu schliessen um gemeinsam das Unheil zu bekämpfen. Hätte die Zusammenfassung des Drehbuches so gelautet, so wäre eventuell noch was Gescheites dabei herausgekommen.

Leider hat sich aber alles ein wenig anders zugetragen... Wir befinden uns in der Zeit der französischen Revolution. Der Zufall wollte es, dass wir Zeuge werden wie ein Adeliger seine Geschichte zu Papier bringt, bevor ihn der Pöbel zu fassen kriegt. Der nicht mehr lange Lebende erzählt uns eine sonderbare Geschichte, welche sich sehr wohl auch heute noch so zutragen könnte...

Zu Beginn sehen wir wie ein Mädchen und zukünftige unschuldige Tote angsterfüllt von jemandem oder etwas auf der Flucht ist. Leider nützt ihr alles Rennen nichts und das etwas holt sie ein und ... Anschliessend werden wir Zeuge wie eine Meute fröhlicher Menschen eine Frau und ihren Begleiter mit schmerzenden Hieben traktieren. Es regnet in strömen und Schlamm ist überall.
Nun erscheinen unsere zwei Helden auf zwei Pferden. Die zugelaufene Rothaut steigt ab und verprügelt im Alleingang (ja, in Filmen ist so etwas möglich) die lustige Meute. Anschliessend reiten die beiden Guten ins Dorf. Dieses wird von einem geheimnisvollen Monster heimgesucht, welches bevorzugt allein stehende Frauen zu verspeisen pflegt. Die Dorfbewohner sind der Meinung, dass es sich dabei um einen Wolf handeln muss (wir wissen natürlich jetzt schon, dass sie sich irren).
So geht es nun munter weiter. Das Monster frisst unschuldige Dorfbewohner, die Dorfbewohner töten unschuldige Wölfe und die zugelaufene Rothaut prügelt sich mit jenen die es verdient haben. Dazwischen werden ein paar falsche Fährten gelegt, da ansonsten dem Zuschauer schon in der ersten Hälfte die lasche Handlung auffällt. Irgendwann trifft der Abgesandte und Blutsbruder des zugelaufenen Indianers auf eine geheimnisvolle Schöne (unschuldiges Mädchen) und da er sie nicht gleich kriegt, besuchen unsere Helden ein Bordell. Doch auch diese Episode lässt den Film nicht besser werden. Ganz im Gegenteil: Sie passt noch weniger zum Film als die offenen Handlungsstränge.
Aber unsere Helden lassen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und lösen den Fall um das böse Monster. Allerdings bezahlt einer von ihnen seine Neugier mit dem Leben. Dies macht den Film aber auch nicht besser als er ist. Zuletzt haben wir, ach wie unerwartet, ein Happy End. Der verbliebene Gute kriegt das unschuldige und beinahe verstorbene Mädchen und die bösen Leute einschliesslich des jagenden Schurken werden entweder getötet oder verhaftet.
Nur der Vollständigkeit halber: Der jagende Schurke hat irgendwann einmal die absurde Idee er könnte doch das unschuldige Mädchen vergewaltigen. Was er dann auch prompt macht. Er hatte wohl die Wahnwitzige Vorstellung, dass diese Handlung den Film aus dem besseren Mittelmass herausheben könnte. Doch auch er hat sich geirrt.

Highlight des Films

Kommen wir nun zu meiner absoluten Lieblingsszene des Films:
Der Schurke und Bändiger des Monsters ist überführt und es entbrennt so wie es sich gehört ein Kampf um Leben und Tod zwischen ihm und dem Abgesandten. In diesem Verlauf prügeln die zwei so heftig aufeinander dass jeder von ihnen mindestens sieben Katzenleben verliert. Aber letztendlich gewinnt das Gute (Abgesandter) gegen das Böse (Schurke) und letzterer wird an der Kehle (Gurgel) so schwer verletzt, dass dieser ermattet und mit dem Tode ringend zu Boden geht. Dort bleibt er dann auch überraschenderweise liegen und verstirbt. Doch zuvor gluckst er noch ein paar mal vor sich hin und der Zuschauer wird Zeuge wie er dabei jedes Mal ein paar Deziliter Blut verliert. Obwohl sicherlich nicht so beabsichtigt sieht dieses Versterben so unwirklich aus, dass es absolut amüsant ist, den letzten Sekunden des Schurken beizuwohnen.

Sonstiges

Die Geschichte ist geprägt von übertriebener Gewaltdarstellung und einer ungewohnten, weil personennahen Kameraführung. Es kommt zuweilen vor, dass während eines Dialoges nur zwei Drittel eines Gesichtes auf der Leinwand sichtbar sind. Das Monster wird manchmal mittels Computersimulation ins Geschehen eingebunden welche so gelungen wirkt wie die Animation in früheren Godzillafilmen.

Fazit

Zu lustig um als Horrormärchen à là Sleepy Hollow durch zu gehen. Spannung will wegen der übertrieben dargestellten Gewalt und mehreren nicht zu Ende gedachten Handlungssträngen keine aufkommen. Aber das Monster ist echt schnuselig und eine richtige Kampfmaschine. Früher gab es halt noch keine Panzer. Dann hätte aber wahrscheinlich auch Arnold Schwarzenegger mitgewirkt.

2002 - Rasertom